Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten

Polizeivollzugsbeamter ist einer der gesellschaftlich angesehensten Berufs, was wohl auch daran liegt, dass der Polizei eine große Verantwortung obliegt, sowohl in kritischen Situationen, wie auch im alltäglichen Leben. Lassen Sie sich von JobtestPrep unter die Arme greifen und erfahren Sie im Folgenden alles, was Sie über den Beruf des Polizeivollzugsbeamten sowie das Einstellungsverfahren wissen müssen. Bereiten Sie sich vor und sichern Sie sich Ihren Traumjob!

Ausbildung zum Polizeivollzugsbeamten

Bundespolizei

Die Bundespolizei ist in ganz Deutschland einheitlich geregelt und übernimmt Aufgaben an Bahnhöfen, Flughäfen, Häfen und Grenzen. Machen Sie sich im Folgenden mit den Einsatzbereichen der Bundespolizei vertraut und finden Sie die Abteilung, die am Nesten zu Ihren Fähigkeiten passt.

Luftsicherheit: Die Luftsicherheit kontrollieren Fluggäste und Reisegepäck, überwacht die Flugsicherheit, schützt gefährdete Flüge und spürt Gegenstände auf von denen Gefahr ausgeht

Schutz von Bundesorganen: Die Bundespolizei schützt die Verfassungsorgane vor Störungen und Gefährdungen, wie zum Beispiel Terroranschlägen und bewahrt somit die Demokratie. Zu den geschützten Verfassungsorganen gehören das Bundespräsidialamt, das Bundeskanzleramt, das Auswärtige Amt, das Bundesministerium des Innern, das Bundesministerium der Justiz, das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe sowie die Zentrale der Deutschen Bundesbank in Frankfurt am Main.

Bundesbereitschaftspolizei: Die Bundesbereitschaftspolizei erhält die innere Sicherheit, bei Einsätzen an den Grenzen, in der Bahn oder beim Schutz von Bundesorganen. Zusätzlich sind Bereitschaftspolizisten bei Großveranstaltungen wie Demonstrationen und Fußballspielen im Einsatz und unterstützen andere Bundesbehörden bei Strafverfolgungen und Hausdurchsuchungen.

Kriminalitätsbekämpfung: Die Kriminalitätsbekämpfung arbeitet an der Verfolgung leichter und mittlerer Kriminalität wie Betrug, Diebstahl oder Sachbeschädigung. Spezialisten für Kriminalitätsbekämpfung gehen in neun Bundespolizeiinspektionen gegen schwere und organisierte Kriminalität vor. Dazu zählt zum Beispiel die Schleusungs- und Eigentumskriminalität (wie der bandenmäßige Diebstahl von Buntmetall). Eine der wichtigsten Aufgaben ist jedoch die Verfolgung und Bekämpfung von Schleuserbanden, die Menschen ohne gültige Aufenthaltserlaubnis aus dem Ausland illegal nach Deutschland bringen.

Bundespolizei-Flugdienst: Der Flugdienst der Bundespolizei kommt an vielen Orten zum Einsatz, vor allem jedoch zur Überwachung der Grenzen, einschließlich des Küstenmeeres im Bereich der Nord- und Ostsee. Die Piloten kontrollieren Bahnanlagen aus der Luft oder transportieren Polizeikräfte zu Großeinsätzen. Bei schweren Unglücks- und Katastrophenfällen im In- und Ausland leistet der Luftrettungsdienst wertvolle Hilfe. Der Flugdienst befördert aber auch Staatsgäste der Bundesregierung und andere Prominente, deren Sicherheit potenziell gefährdet ist.

GSG9 der Bundespolizei: Die Spezialeinheit GSG9 kämpft im Auftrag des Bundesinnenministeriums gegen Gewalt, Terror und schwere Kriminalität. Sie unterstützt zudem Behörden, wie das Bundeskriminalamt, das Auswärtige Amt oder den Zoll. Die Teilnahme an Auslandseinsätzen auf Anfrage der EU und der Vereinten Nationen kommen dabei ebenso auf das GSG) zu, wie das Ausbilden von Spezialeinheiten.

Bundespolizei See: Im gesamten deutschen Küstenmeer schützt die Bundespolizei die etwa 700 Kilometer langen Seegrenzen der Bundesrepublik Deutschland, die zugleich Außengrenzen des Schengen-Raums sind. Dabei übernehmen sie jedoch auch Aufgaben der Schifffahrtspolizei, verhindert Umweltverschmutzungen, und überwacht Fischerei- und Forschungsmissionen. Außerhalb des deutschen Küstenmeeres ist die Bundespolizei für allgemeine Polizeiaufgaben zuständig, zu denen der deutsche Staat nach dem Völkerrecht befugt ist. Wird etwa auf einem Schiff unter deutscher Flagge außerhalb der deutschen Hoheitsgewässer eine Straftat begangen, ermittelt die Bundespolizei.

Internationale Aufgaben: Insgesamt ist die Bundespolizei momentan in 81 Ländern vertreten. Im Zuge ihrer Missionen unterstützen Verbindungsbeamte zum Beispiel die Grenzpolizei anderer Staaten, sowie die Liegenschaften der deutschen Auslandsvertretung und beraten Hilfesuchende zum Thema Visa und Dokumente. Deutsche Polizeivollzugsbeamte sind auch an polizeilichen oder anderen nicht-militärischen Aufgaben im Rahmen internationaler Operationen beteiligt. Dazu zählen Missionen der europäischen Union oder der Vereinten Nationen, zum Beispiel im Sudan, im Kosovo oder in Libyen.

IT-Fachkräfte: Obwohl die IT-Fachkräfte meist unsichtbar sind, läuft ohne sie nichts, da sie sich um die IT-Infrastruktur kümmern. Schlagworte wie Netzwerksicherheit, VPN-Gateways, Microsoft Exchange, Citrix, Oracle/MS SQL, Server oder Red Hat Enterprise Linux sind ihr täglich Brot. Sie beseitigen Störungen und stellen sicher, dass die IT der Bundespolizei immer reibungslos funktioniert.

Ingenieure: Die Bundespolizei setzt im Alltag jede Menge Technik ein, für die selbstverständlich die hauseigenen Ingenieure zuständig sind. Diese prüfen, kaufen und verwalten die Ausrüstung – vom Streifenwagen über die Schutzkleidung der Teams bis hin zu Laptops, Satellitentelefonen und mobilen Kontrollinstrumenten. Zudem begutachten sie als Sachverständige neue Technologien und stellen unter anderem fest, ob ein Gerät für die Arbeit der Bundespolizei geeignet ist. Gemeinsam mit verschiedenen Anbietern entwickeln die Ingenieure außerdem spezielle Ausrüstungsgegenstände.

Bewerben kann sich für einen dieser spannenden Berufe, wer eine Fachoberschulreife hat. Dieser absolviert dann ein Duales-Studium an einer Polizeifachhochschule (Laufbahnabschnitt II), im Zuge dessen Theorie und Praxis Hand in Hand gehen.

Landespolizei

Die Landes- oder Schutzpolizei ist in jedem Bundesland eigenständig organisiert und wird vor allem in der Bereitschaftspolizei oder im Streifendienst eingesetzt (Diebstähle und Verkehrsunfälle). Bewerben kann sich, wer einen Real- oder Hauptschulabschluss mit Berufserfahrung hat (Laufbahnabschnitt I). Für nähere Informationen schauen Sie auf die Webseite der Landespolizei des jeweiligen Bundeslandes, wo Sie jeweils detaillierte Informationen über die Voraussetzungen, die Sie als Landespolizist in dem entsprechenden Bundesland mitbringen müssen, einbringen können.

Prozess

Nach einer erfolgreichen Bewerbung folgt ein mehrstufiges Einstellungsverfahren. Der Weg zur Ausbildung bei der Polizei führt in der Regel über einen schriftlichen Einstellungstest, einen Sporttest und eine ärztliche Untersuchung, abgerundet durch das obligatorische Vorstellungsgespräch/Assessment-Center. Die Auswahlverfahren bei der Polizei sind so anspruchsvoll, dass manchmal nur die besten 3–5 Prozent der Bewerber die ersehnte Stelle erhalten.

Einstellungsvoraussetzungen

Zuallererst müssen Sie ein Onlineformular ausfüllen, indem Sie zu einigen Informationen befragt werden, zum Beispiel ob Sie einen Führerschein haben, ob Sie vorbestraft sind, aber auch ob Sie die freiheitlich demokratischen Grundwerte vertreten. Nachdem Sie das Onlineformular ausgefüllt haben vergessen Sie bitte nicht sämtliche Unterlagen, Zeugnisse, Attests etc. per Post einzureichen.

Eignungsprüfung

Da die Landespolizei Ländersache ist gibt es keinen standardisierten Test, die Grundbausteine der Eignungsprüfung sind jedoch an jedem Ort gleich. Alle Behörden stellen in einem schriftlichen Einstellungstest, auch Intelligenzstrukturtest (I-S-T 2000R), die Intelligenz, das Wissen und die berufsrelevanten Kompetenzen ihrer Bewerber auf die Probe. Der Intelligenzstrukturtest findet meistens am Computer statt und besteht aus zwei Teilen: dem Deutschtest und dem Intelligenztest.

Deutschtest

Der Deutschtest überprüft die Sprachkenntnisse. Kernelement ist dabei das Diktat. Zusätzlich kann es der Fall sein, dass Aufgaben zur Rechtschreibung, Zeichensetzung, der Grammatik, dem Wortschatz und dem Textverständnis gelöst werden müssen. In einigen Bundesländern beinhaltet der Deutschtest zudem einen Aufsatz.

Intelligenztest (I-S-T 2000R)

Der Intelligenztest beinhaltet Fragen zu vielen verschiedenen Themenbereichen, wie zum Beispiel Allgemeinbildung (Staat, Politik und Recht, Geschichte, Wirtschaft und Finanzen, Erdkunde, Physik, Biologie und Chemie, Interkulturelles Wissen, Computer und Internet, Technik sowie Wissen zur Polizei als Behörde, zu den Aufgaben der Polizei und zum Polizeiberuf), Mathematik (Grundrechenarten, Zins- und Prozentrechnung, Dezimal- und Bruchrechnung, Textaufgaben, Maße und Gewichte sowie Kopfrechnen und Ergebnisse schätzen), logisches Denken (Zahlen-, Buchstaben- und Figurenreihen fortsetzen, Matrizen vervollständigen, Grafik- und Wortanalogien, Flussdiagramme, Schaubilder und Tabellen bearbeiten, Wörter erkennen, finden oder zuordnen, Schlussfolgerungen ziehen oder Erklärungen finden, Faltvorlagen und Körper bestimmen sowie gedrehte Würfel und gespiegelte Figuren erkennen), räumliches Vorstellungsvermögen, Konzentrationsfähigkeit (Daten nach vorgegebenen Kriterien sortieren, Buchstaben, Zahlen und andere Elemente in Listen finden und markieren oder zählen, Originale und Abschriften auf Fehler untersuchen, Muster abgleichen, fehlerhafte Figuren erkennen sowie Wörter vervollständigen) oder Orientierungsvermögen (Stadtpläne einprägen und Fragen dazu beantworten, Wegstrecken merken, Wege in Labyrinthen und Linienfeldern finden, Inhalte aus Fotos, Steckbriefe oder Listen einprägen und wiedergeben sowie Grafiken merken und Symbole wiedererkennen). Bereiten Sie sich ganz einfach mit Hilfe unseres cut-e Vorbereitungspaket auf den Intelligenztest (I-S-T 2000R) vor. Unter diesem Paket finden Sie Übungsaufgaben zur verbalen-und numerischen Kopmetenz sowie zum logischen Denken.

Sporttest/polizeiärztliche Untersuchung

Ob der Bewerber körperlich fit genug für den anspruchsvollen Polizeidienst ist, kommt im Sporttest und in der polizeiärztlichen Untersuchung ans Tageslicht. Eignungstests und Sporttests können demnach variieren. Der Sporttest beinhaltet unter anderem folgende Aufgaben:

  • Koordinationstest prüft Geschicklichkeit, Orientierung und Gleichgewicht
  • Standweitsprung
  • Liegestütze
  • 12-Minuten-Lauf

Vorstellungsgespräch

Im obligatorischen Vorstellungsgespräch – ob als freie Unterhaltung oder strukturiertes Interview – wollen die Personaler schließlich herausfinden, welche Persönlichkeit sich hinter den nüchternen Daten und Fakten im Lebenslauf verbirgt. Vor allem im gehobenen Dienst wartet eventuell auch noch ein Assessment-Center mit Gruppenaufgaben, Diskussionen und/oder Rollenspielen. Dabei liegt der Fokus der Personaler besonders auf dem Fachwissen, der Menschenkenntnis, der Interkulturellen Kompetenz sowie der Teamfähigkeit der Kandidaten.

 

Konnten Sie nicht finden, wonach Sie gesucht haben? Wir sind hier, um Ihnen zu helfen!

Bitte beantworten Sie einige kurze Fragen, damit wir für Sie die bestmögliche Vorbereitung ermitteln können.

Marken sind Eigentum ihrer jeweiligen Inhaber. Keiner der Markeninhaber ist mit JobTestPrep oder dieser Website verbunden. JobTestPrep bietet die Werkzeuge zur Vorbereitung psychometrischer Tests. Alle in dieser Vorbereitung verwendeten Materialien werden nur in englischer Sprache zur Verfügung gestellt.