Du wurdest zu einem SHL-Assessment eingeladen und fragst dich, was dich erwartet. Vorweg die wichtigste Information: SHL ist kein einzelner Test, sondern ein Katalog. Welche Module du absolvieren musst, hängt von Arbeitgeber und Position ab.
Auf dieser Seite findest du einen kompakten Überblick über alle gängigen SHL-Module, die Arbeitgeber, die SHL in DACH einsetzen, und Hinweise, wie du dich gezielt vorbereitest. Wenn du bereits weißt, welches Modul du absolvieren musst, kannst du direkt zu den Beispielaufgaben springen.
SHL gehört zu den weltweit größten Anbietern psychometrischer Eignungsdiagnostik. Das Unternehmen entwickelt kognitive Tests, Persönlichkeitsfragebögen und simulationsbasierte Assessments, die Arbeitgeber in ihren Auswahlverfahren einsetzen.
Die gemeinsame Logik hinter allen SHL-Verfahren: Sie messen Fähigkeiten und Eigenschaften, die laut psychometrischer Forschung mit beruflichem Erfolg korrelieren. Arbeitgeber nutzen diese Daten, um eine standardisierte Vergleichbarkeit zwischen vielen Bewerbenden herzustellen, unabhängig von Lebenslauf oder Anschreiben.
Für dich als Bewerber bedeutet das: Dein Ergebnis im SHL-Assessment wird mit einer Normgruppe verglichen. Entscheidend ist nicht, ob du alle Aufgaben korrekt löst. Entscheidend ist dein Perzentil im Vergleich zu anderen Bewerbenden auf vergleichbarem Niveau.
SHL bietet über ein Dutzend Module an. Die folgenden sind die, die du in deutschsprachigen Auswahlverfahren am häufigsten antreffen wirst:
Zu jedem Modul findest du ausführliche Beispielaufgaben und Lösungswege auf unserer kostenlosen Übungsseite.
Komplettes Training für alle SHL-Module. Ab 49 €.
Laut Rückmeldungen unserer Kundinnen und Kunden setzen folgende Arbeitgeber SHL-Assessments im DACH-Raum ein:
Besonders präsent ist SHL bei BASF, wo Bewerber unserer Kundinnen und Kunden auf Assessments für Leadership-Programme, Potential-to-Lead und Executive-Positionen getroffen sind. Auch Knorr-Bremse nutzt SHL Verify Interactive G+ standardmäßig ab Director-Level. Vodafone setzt SHL in Graduate- und Trainee-Programmen wie »Discover Trainee« ein.
Die genaue Kombination variiert, aber bestimmte Muster wiederholen sich.
Die exakte Zusammenstellung steht in deiner Einladungs-E-Mail. Falls nicht, kontaktiere im Zweifel den Recruiter und frage nach.
Ein typisches SHL-Assessment läuft in folgenden Schritten ab:
Viele Arbeitgeber kombinieren einen Online-Test mit einem späteren Vor-Ort- oder Video-Assessment-Center. Der Online-Test ist dann ein Vorfilter.
Vorbereitung auf SHL wirkt vor allem durch zwei Mechanismen: Du verlierst keine Zeit mehr mit dem Verstehen der Aufgabenformate, und du reduzierst die Prüfungsangst durch Vertrautheit.
Wer gezielt und strukturiert üben möchte, findet in unserem PrepPack™ vollständige Testsimulationen für alle SHL-Module, Video- und PDF-Guides sowie einen detaillierten Ergebnisbericht.
CEB (Corporate Executive Board) hat SHL 2012 übernommen und später Gartner zugeordnet. 2018 wurde SHL wieder eigenständig verkauft. In älteren Einladungen oder Jobportalen findest du manchmal noch "CEB SHL" oder "SHL-CEB" als Markierung. Inhaltlich handelt es sich um dieselben Assessments.
Talent Central ist die Plattform, über die SHL-Assessments an Bewerbende ausgespielt werden. Wenn du eine Einladung mit Talent-Central-Link bekommst, absolvierst du darin SHL-Module.
Das hängt vom Arbeitgeber ab. Verify G+, Numerical und Verbal Reasoning werden im DACH-Raum meist auf Deutsch ausgespielt. OPQ, MQ, SJT und das Smart Interview werden dagegen häufig auf Englisch eingesetzt, auch bei deutschen Arbeitgebern. Wenn deine Einladung nichts dazu sagt, ist es sinnvoll, beim Recruiter nachzufragen. Unser PrepPack™ enthält deutsche Simulationen für Verify G+, Numerical und Verbal sowie englische Module für OPQ, MQ, SJT und Smart Interview.</p
Nein. SHL-Tests sind bewusst so getaktet, dass fast niemand alle Aufgaben in der Zeit schafft. Dein Ergebnis wird mit einer Normgruppe verglichen. Es ist oft besser, 80 Prozent der Aufgaben korrekt zu lösen als 100 Prozent zu raten.
SHL-Tests gelten als psychometrisch fundiert und werden international eingesetzt. Fair bedeutet in diesem Kontext: Sie messen valide und zuverlässig, was sie messen sollen. Das heißt nicht, dass sie für jede Person unter allen Umständen das gerechteste Verfahren sind. Bewerber mit Vorkenntnissen oder Übung haben einen Startvorteil. Genau dieser Startvorteil ist der Grund, warum Vorbereitung sinnvoll ist.
Nein. Der Arbeitgeber erhält einen Ergebnisbericht mit Perzentil-Werten und Auswertungen. Informationen über Vorbereitung oder Übung sind nicht Teil dieses Berichts.
Das variiert. Manche Arbeitgeber übernehmen bestehende Ergebnisse aus vorherigen Bewerbungen, andere verlangen einen neuen Test. Bei Sperrfristen zwischen Versuchen liegt der übliche Rahmen bei sechs bis zwölf Monaten.